Malern, dekorieren, tapezieren, renovieren - Tipps und Tricks

Fotografie Kerstin Schuster
Renovierungsarbeiten
Sie möchten malern, wissen jedoch nicht, welche Farbe am Besten für den Wandanstrich geeignet ist? 

Möchten Sie wissen, wie Sie Farbreste vom Fußboden, Heizkörper oder von der Fensterbank entfernen können? 

Bei Wohnen und Wohlfühlen erhalten Sie Tipps, Tricks, Rat und Informationen zu den Themen renovieren, tapezieren, malern, lackieren und Wände dekorieren. 

Wände und Böden sind stets unterschiedlich, es gibt immer diverse Dinge zu beachten, sowohl beim Verlegen von Linoleum als auch beim Fliesenlegen im Bad, beim Verlegen von Teppichen im Wohnzimmer und Platten-Verlegen im Garten. 

Auch die Reinigung und Pflege von Bodenbelägen verlangt Hintergrundwissen. Nicht alle Böden vertragen chemische Putzmittel und nicht jeder Teppich wird mit einfachem Teppichschaum wieder sauber.


Schablonen und Prägestempel für die Wanddekoration selbst herstellen

Möchten Sie die Wände in Ihren Räumen dekorieren, sind Bordüren eine schöne und einfache Möglichkeit, ebenso wie Wand-Tattoos. Fertige Schablonen mit ganz unterschiedlichen Motiven gibt es in Baumärkten, Internet-Shops und Bastelläden käuflich zu erwerben. Schwebt Ihnen allerdings ein Motiv vor, welches ganz explizit ist, was so in seiner Form als Schablone oder Stempel, Wandtattoo nicht erhältlich ist, können Sie selbst Schablonen und Stempel für die Wanddekoration herstellen.

Haben Sie bereits ein Muster im Kopf, benötigen Sie lediglich noch das Material, welches sich für das Schablonieren am Besten eignet. Hierzu können Sie spezielles Papier verwenden, auch Karton oder Kunststofffolie.

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Anfertigung der Schablonen für die Wandgestaltung

Wenn Sie sich für das passende Material entschieden haben, schneiden Sie dieses dementsprechend zu und tragen Ihr ausgewähltes Motiv auf. Pauspapier ist eine gute Alternative, um saubere und exakte Motive auf den Karton oder die Folie zu bringen. 

Legen Sie das Transparentpapier bzw. das Pauspapier auf die Schablone und fixieren es mit Klebeband, damit Sie das Motiv abpausen oder durchpausen können, ohne, dass es verrutscht. Können Sie frei Hand zeichnen, sollte auch dies problemlos möglich sein.

Danach können Sie Ihre gestaltete Schablone auf einen festen Untergrund legen - ein Schneidebrett ist gut geeignet - und das Muster mit einem scharfen Bastelmesser oder Cuttermesser ausschneiden. Bei filigranen Mustern ist natürlich Fingerspitzengefühl gefragt. 

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Schablonieren - so bringen Sie Motive an die Wand

Nun können Sie mit dem Schablonieren beginnen. Dazu markieren Sie mit einem Bleistift ganz leicht die Position der Motiv-Schablone an der Wand und richten die Schablone mithilfe der Wasserwaage aus. So verfahren Sie bei jeder weiteren Anwendung. Damit die Motiv-Schablone nicht verrutscht, wird diese mit Klebeband an der Wand befestigt. Nehmen Sie am besten Malerband, dieses ist leicht wieder zu entfernen und die Tapete reist nicht ein. 




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Für das Ausmalen des Musters/Motives ist ein Schablonier-Pinsel ideal, doch ebenso kann ein steifer Lackierpinsel verwendet werden. Für das Schablonieren ist Dispersionsfarbe hervorragend geeignet. Den Pinsel sollten Sie nur leicht in die Farbe tauchen und den Überschuss abstreichen. 

Wände kreativ gestalten mit Mustern



Die Farbe wird auf/durch die Schablone getupft, welche fest an der Wand haften sollte, damit die Farbe nicht verlaufen kann. Warten Sie bis die Farbe vollständig getrocknet ist, bevor Sie die Motiv-Schablone entfernen. Diese wird nach jeder Anwendung gereinigt und getrocknet, bevor Sie erneut angelegt, ausgerichtet und fixiert wird. 



Stempel für die Wandgestaltung - Prägestempel anfertigen

Möchten Sie lieber mit einem Stempel/Prägestempel anstatt mit einer Schablone arbeiten, können Sie einen solchen ganz einfach selbst herstellen, sofern Sie noch Linoleumreste im Haus haben. 

Linoleum als auch das notwendige Schneidewerkzeug können Sie ebenfalls im Künstler- oder Hobbybedarf erwerben. 
Des Weiteren benötigen Sie noch eine Glasplatte deren Kanten abgerundet sein sollten, einen Roller für die Farbe und Universalverdünnung als auch ein ca. 2 cm dickes Stück Sperrholz. Um das Motiv auf das Linoleum zu bringen, ist Kohle- oder Pauspapier nötig.

Haben Sie sich für ein Muster/Motiv entschieden, können Sie dieses mithilfe des Fotokopierers auf die gewünschte Größe bringen. Anschließend schneiden Sie das Linoleum auf die entsprechende Größe zu und übertragen das von Ihnen ausgesuchte Motiv auf das Linoleum. Hierfür legen Sie das Kohlepapier auf das Linoleumstück und übertragen das Muster mit einem Bleistift oder Kugelschreiber.

Zeichnen Sie im Anschluss daran die Umrisslinien nach und markieren Sie die Flächen, welche weggeschnitten werden sollen. Bevor Sie sich daran machen, das Motiv aus dem Linoleum herauszuarbeiten, sollten Sie zunächst zur Probe an einem Rest des Linoleums üben. Der Linoleumschnitt erfordert zwar ein wenig Übung, ist jedoch recht einfach. Wenn Sie sicher im Umgang mit dem Schneidewerkzeug sind und Sie die für sich beste Technik gefunden haben, können Sie das Motiv auszuschneiden.

Ist das Stempelmotiv fertig, wird dieses auf die Sperrholzplatte geklebt. Hierfür streichen Sie das Prägemotiv mit Leim flächendeckend aber dünn ein und drücken dieses fest auf das Sperrholzstück, welches somit zum Prägestempel wird. Mit einem nicht fasernden Tuch können Sie, sobald der Linoleumschnitt nicht mehr auf dem Holz hin und her geschoben werden kann, den überschüssigen Leim entfernen.

Prägestempel einstreichen und Wände bedrucken

Haben Sie den Prägestempel fertig, geht es frisch ans Farbwerk. Geben Sie einen Klecks der Druckfarbe - sicherlich haben Sie sich bereits für einen Farbton entschieden - auf die Glasplatte. Mit dem Roller / der Farbwalze wird die Farbe auf der Glasoberfläche verteilt. Die Glasscheibe sollte vollständig und gleichmäßig mit der Farbe bedeckt sein. 

Nun können Sie mit dem Farbroller mit sanftem Druck über das Prägestempelmuster fahren, bis dieses vollständig mit der Farbe bedeckt ist. Auf einem Blatt Papier oder Pappe wird der erste Probedruck gemacht. So sehen Sie, ob Ihr Motiv exakt abgebildet wird.

Drücken Sie das Stück Spanplatte mit dem Linoleumschnitt fest auf das Papier und heben Sie die Platte anschließend wieder mit einem Ruck ab, ohne dass diese verrutscht. Sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, weil nicht alle Teile Ihres Stempelmotives sichtbar sind, reinigen Sie den Stempel mit der Universalverdünnung und schneiden die Flächen weg, die nicht sichtbar sein sollen.

Wiederholen Sie den Probedruck nach der Ausbesserung des Prägestempel-Motives noch einmal auf dem Papier. Sind Sie mit dem Muster als auch mit dem Probedruck zufrieden, ist es an der Zeit, zur Wandgestaltung mit dem Prägestempel überzugehen. 

Beachten Sie, dass Sie nur ein einwandfreies und gleichmäßiges Farb- und Druckergebnis erzielen werden, wenn Sie die Farbe auch gleichmäßig auf dem Stempel auftragen. Ihr besonderes Augenmerk sollten Sie auf das Abheben des Prägestempels richten. Halten Sie die Sperrholzplatte stets mit beiden Händen fest, damit diese nicht verrutschen kann, und heben Sie diese vorsichtig ab, dann kann nichts schiefgehen und das Ergebnis wird perfekt. 

Bevor Sie sich an das Bestempeln der Wand machen, sollten Sie lange genug auf der Pappe oder dem Papier üben, bis Sie völlig sicher im Umgang mit dem selbst gefertigten Prägestempel sind. Beachten Sie überdies, dass Sie die Wandfläche, die Sie bedrucken wollen, auch dementsprechend markieren. Zeichnen Sie mit zarten Bleistiftstrichen die Stellen an der Wand an, wo der Stempel aufgesetzt werden soll. Legen Sie die Wasserwaage an, um die Richtung auszuloten, damit Sie Ihr Motiv nicht in Schlangenlinien auftragen. 


Sie können mit Ihren selbst gefertigten Wandschablonen und Prägestempeln nicht nur die Wände in Ihrer Wohnung gestalten, sondern ebenfalls Holzdielen oder auch einfarbige Stoffrollos dekorieren.




Wände richtig streichen


          Was Sie vor dem Streichen der Wände beachten sollten


Bevor Sie sich an den Wandanstrich machen, sollten Sie die Wände genau überprüfen. Hier ein Bohrloch, dort eine Schramme, da ein Riss und schon würde Ihr neuer Anstrich unmöglich aussehen. Zunächst ist es wichtig, dass die zu streichende Wandfläche makellos und sauber ist.

Entdecken Sie Bohrlöcher in der Wand, in denen gar noch Dübel stecken, so entfernen Sie die Dübel und verspachteln die Löcher. Es gibt schnell trocknende Spachtelmasse aus der Tube, falls Sie ungeduldig sind und nicht zu lange mit dem neuen Anstrich der Wände warten möchten. Ebenso sollten Sie Risse in der Wand als auch Schrammen verputzen.


Je ebenmäßiger der Untergrund ist, umso effektiver ist das Farbergebnis. Haben Sie die kleinen Schönheitsreparaturen ausgeführt, sollten Sie zur Sicherheit mit einem hellen Tuch oder einem Schwamm über die Wände wischen. So nehmen Sie einerseits Staub und Schmutz auf, andererseits können Sie auf diese Weise erkennen, ob Putz bröckelt oder ein kreidiger Abrieb vorhanden ist.


Sollte Letzteres der Fall sein, können Sie das Streichen der Wände mit Farbe zunächst einmal vergessen. Stattdessen ist es wichtig, dass sie die zu bearbeitenden Wände gründlich säubern, ein Handfeger mit weichen Borsten eignet sich dafür sehr gut. Anschließend haben Sie die Möglichkeit die Wände mit Tiefgrund zu überstreichen oder diese mit Reparaturvlies zu tapezieren. Geduld sollten Sie dann allerdings haben, denn der Tiefgrund braucht etwas Zeit, um einzutrocknen.


Sind die Wände in Ihren Räumen von vielen Unebenheiten gekennzeichnet, wie dies oft in sanierten Altbauwohnungen der Fall ist, empfiehlt es sich, die Wände mit matter Farbe zu streichen, damit die Makel nicht sofort ins Auge fallen.